Lerne, wie Tim Berners‑Lee URLs, HTTP und HTML kombinierte, um das World Wide Web zu schaffen — und warum diese einfachen Ideen noch immer moderne Apps und APIs antreiben.

Das World Wide Web (oft einfach „das Web“) ist eine Art, Informationen zu veröffentlichen und über Links zugänglich zu machen. Es ist das System, das dich von einer Seite zur nächsten klicken lässt, eine Produktseite aus den Suchergebnissen öffnet oder einen Link teilt, der auf fast jedem Computer oder Telefon funktioniert.
Im Kern wird das Web von einem praktischen Trio getragen:
Du musst kein Programmierer sein, um ihren Einfluss zu spüren: Jedes Mal, wenn du einen Link einfügst, eine Seite lädst oder auf einen Button klickst, der dich woandershin bringt, nutzt du URL + HTTP + HTML.
Oft werden „Web“ und „Internet“ synonym verwendet, aber sie sind verschieden:
E‑Mail, Online‑Gaming und viele Chat‑Apps nutzen das Internet, ohne im engeren Sinne „das Web“ zu sein.
Auch moderne Erlebnisse — Single‑Page‑Apps, mobile Apps und APIs — bauen noch stark auf diesen Grundlagen auf. Sie verbergen die Details vielleicht, nutzen aber weiterhin URLs zur Identifikation von Ressourcen, HTTP zum Austausch von Anfragen und Antworten und oft HTML als Bootstrap dessen, was der Browser anzeigt.
Tim Berners‑Lee wollte nicht das „Internet“ erfinden. 1989 arbeitete er bei CERN und konzentrierte sich auf ein praktisches Ärgernis: Wichtige Informationen existierten zwar, waren aber über inkompatible Systeme verstreut, in unterschiedlichen Formaten gespeichert und schwer wiederzufinden.
Forscher, Teams und Abteilungen nutzten verschiedene Computer und Software. Selbst wenn zwei Gruppen das „gleiche“ Dokument hatten, konnten sie es an unterschiedlichen Orten speichern, unterschiedlich benennen oder ein Spezialprogramm zum Öffnen benötigen. Teilen bedeutete oft Dateien herumzuschicken, Kopien zu erzeugen und den Überblick darüber zu verlieren, welche Version aktuell war.
Berners‑Lees Kernidee war, dass jeder ein Dokument auf seinem eigenen Computer veröffentlichen kann und andere es über eine konsistente Methode abrufen — ohne Maschine, Betriebssystem oder interne Verzeichnisstruktur kennen zu müssen.
Dafür musste einiges zusammenspielen:
Der Durchbruch war nicht eine einzelne Funktion, sondern die Entscheidung, das System klein und universell zu halten. Wenn die Regeln einfach genug waren, konnten verschiedene Computer und Organisationen sie implementieren und trotzdem kommunizieren.
Deshalb waren offene Standards von Anfang an wichtig: Das Web brauchte gemeinsame, öffentliche Regeln, damit viele unabhängige Systeme teilnehmen konnten. Dieser Fokus auf gemeinsame Standards — statt auf eine proprietäre Toolchain — machte es möglich, dass das Web schnell verbreitet wurde und neue Browser und Server mit existierendem Inhalt arbeiteten.
Wenn du jemals versucht hast, „eine Datei zu teilen“ auf einem chaotischen Büro‑Laufwerk, kennst du das Kernproblem: Dinge konsistent zu benennen ist schwierig. Verschiedene Computer speichern Informationen an verschiedenen Orten, Ordner werden umstrukturiert und zwei Dokumente können denselben Dateinamen haben. Ohne ein gemeinsames Benennungssystem kannst du nicht zuverlässig sagen: „Hol dir genau das dort.“
URLs lösten dieses Problem fürs World Wide Web, indem sie eine universelle, kopier‑und‑einfügbare Adresse für eine Ressource bereitstellten.
Hier ein Beispiel, das du erkennen wirst:
https://www.example.com:443/products/shoes?color=black\u0026size=42#reviews
Was jeder Teil in einfachen Worten bedeutet:
Eine URL kann so ziemlich alles identifizieren, was ein Server zurückgeben kann: eine HTML‑Seite, ein Bild, ein PDF, eine herunterladbare Datei oder sogar einen API‑Endpunkt, den eine App nutzt.
Beispiele:
/images/logo.png (ein Bild)/docs/terms.pdf (ein Dokument)/api/orders/123 (Daten für eine Anwendung)Diese Begriffe werden oft synonym verwendet:
Praktisch gesehen bringt dich die Denkweise „URL = Adresse“ zu 95 % ans Ziel.
HTTP ist der Grundstil der Unterhaltung im Web. Es ist ein einfaches Abkommen: Dein Browser fragt etwas an und ein Server antwortet mit dem, was er hat — oder einer Erklärung, warum er es nicht liefern kann.
Wenn du eine URL eintippst oder auf einen Link klickst, sendet dein Browser eine HTTP‑Anfrage an einen Server. Die Anfrage ist wie eine Notiz: „Ich möchte genau diese Ressource.“
Der Server schickt dann eine HTTP‑Antwort zurück. Die Antwort ist das Paket mit dem Ergebnis: dem Inhalt, den du angefordert hast (z. B. eine Seite), oder einer Nachricht, dass etwas anderes passiert ist.
HTTP‑Anfragen enthalten eine Methode, also die Art der Aktion, die du ausführst.
Ein GET ändert in der Regel nichts auf dem Server; er dient hauptsächlich zum Lesen. Ein POST wird üblicherweise verwendet, wenn du Informationen zur Verarbeitung sendest.
Jede Antwort enthält einen Statuscode — denk daran als Lieferausgang.
Anfragen und Antworten enthalten auch Header, das sind Etiketten wie: „Das bin ich“, „Das akzeptiere ich“ oder „So ist dieser Inhalt zu behandeln.“
Eines der nützlichsten Etiketten ist der Content‑Type, z. B. text/html für eine Webseite oder application/json für Daten. Er sagt dem Browser, was sich im Paket befindet, damit es richtig dargestellt werden kann.
HTML (HyperText Markup Language) ist das Format, mit dem die Struktur einer Webseite beschrieben wird — was der Inhalt ist und wie er organisiert ist. Denk daran als ein Dokument mit Bezeichnern: „das ist eine Überschrift“, „das ist ein Absatz“, „das ist ein Link“, „das ist ein Formularfeld“.
HTML verwendet Tags, um Inhalte zu kennzeichnen. Ein Tag hat normalerweise eine Eröffnungs‑ und eine Schließversion und umschließt den Inhalt, den es beschreibt.
Überschriften und Absätze geben einer Seite Form. Eine Überschrift sagt Menschen und Browsern: „Das ist ein wichtiger Abschnittstitel.“ Ein Absatz markiert Fließtext.
Bilder und Links werden ebenfalls in HTML beschrieben. Ein Bild‑Tag verweist auf eine Bilddatei (eine Ressource), ein Link‑Tag auf eine andere URL.
Das „HT“ in HTML — Hypertext — ist die große Idee, die das Web anders erscheinen ließ als frühere Systeme. Anstatt nur über Menüs, Dateistrukturen oder spezielle Befehle zu navigieren, konnte man direkt von einem Dokument zum nächsten springen, indem man klickbare Links im Text einbettete.
Diese Veränderung klingt simpel, ist aber mächtig: Wissen wird vernetzt. Eine Seite kann Quellen, verwandte Themen, Definitionen und nächste Schritte sofort referenzieren — ohne bei jedem Schritt zu einem zentralen Index zurückkehren zu müssen.
So sieht ein grundlegender Link aus:
\u003ca href=\"/blog/how-http-works\"\u003eRead more about HTTP\u003c/a\u003e
Einfach gesagt: „Zeige die Worte Read more about HTTP und wenn darauf geklickt wird, nimm den Leser zur Seite unter /blog/how-http-works."
HTML dient nicht nur der Veröffentlichung von Dokumenten. Es kann auch Eingaben wie Textfelder, Kontrollkästchen und Buttons beschreiben. Diese Elemente lassen eine Seite Daten sammeln (z. B. Login, Suche oder Checkout) und an einen Server senden.
Man verwechselt sie leicht, aber sie haben unterschiedliche Aufgaben:
Auch wenn Web‑Apps komplexer geworden sind, bleibt HTML der Ausgangspunkt: es ist die gemeinsame, lesbare Art zu beschreiben, was eine Seite enthält — und wohin sie führen kann.
Wenn du eine Website besuchst, erledigt dein Browser im Wesentlichen zwei Aufgaben: den richtigen Computer finden und die richtige Datei anfragen.
Eine URL (z. B. https://example.com/page) ist die Adresse der Seite. Sie enthält einen Hostnamen (example.com) und oft einen Pfad (/page).
Computer im Internet kommunizieren über numerische Adressen, sogenannte IP‑Adressen. DNS (Domain Name System) ist wie ein Telefonbuch, das example.com einer IP‑Adresse zuordnet.
Dieses Lookup ist normalerweise schnell — und manchmal wird es übersprungen, weil das Ergebnis noch im Cache vom letzten Besuch liegt.
Nun öffnet der Browser eine Verbindung zu dem Server bei dieser IP‑Adresse. Beginnt die URL mit https://, stellt der Browser zudem eine verschlüsselte Verbindung her, damit andere nicht leicht lesen können, was gesendet wird.
HTTP ist die „Anfrage‑Antwort“-Sprache des Webs. Der Browser sendet eine HTTP‑Anfrage wie: „Bitte gib mir /page."
Der Server antwortet mit einer HTTP‑Antwort, die einen Status (z. B. „OK“ oder „Not Found") und den Inhalt enthält.
Der Inhalt ist oft HTML. HTML beschreibt die Struktur einer Seite — Überschriften, Absätze, Links und mehr.
Während der Browser das HTML liest, entdeckt er möglicherweise weitere benötigte Dateien (CSS‑Dateien für Styling, JavaScript für Interaktion, Bilder, Schriftarten). Für jede dieser Dateien wiederholt sich das HTTP‑Anfrage/Antwort‑Muster.
Zur Beschleunigung speichert der Browser einen Cache — eine Kopie der bereits heruntergeladenen Dateien. Wenn sich nichts geändert hat, kann der Browser diese Kopie wiederverwenden, statt sie erneut herunterzuladen.
Kurze Checkliste (Ablauf):
Wenn Leute „das Web“ sagen, meinen sie oft eine glatte Erfahrung: du tippst einen Link an und eine Seite erscheint. Darunter steckt eine einfache Beziehung zwischen drei Ideen: Server, Browser und Ressourcen.
Ein Server ist ein Computer (oder Cluster von Computern), der mit dem Internet verbunden ist und Ressourcen unter URLs hostet. Wenn eine URL eine Adresse ist, ist der Server der Ort, der Besucher an dieser Adresse empfängt und entscheidet, was zurückgeschickt wird.
Das, was der Server sendet, kann eine Webseite, eine Datei oder Daten sein. Wichtig ist, dass der Server so konfiguriert ist, auf Anfragen für bestimmte URLs zu antworten.
Ein Browser ist ein Programm (z. B. Chrome, Safari, Firefox), das Ressourcen von Servern holt und sie menschenlesbar darstellt.
Wenn du eine URL eingibst oder auf einen Link klickst, macht der Browser:
Eine Ressource ist alles, was das Web unter einer URL identifizieren und liefern kann. Häufige Beispiele:
Dieses Modell gilt nicht nur für Browser. Eine Mobile‑App kann ebenfalls eine URL anfragen — meist einen API‑Endpunkt — und Daten erhalten, die sie in ihrer eigenen Oberfläche darstellt. Die Rollen bleiben gleich: App als "Client", Server als "Host" und die API‑Antwort als Ressource.
Frühe Webseiten zeigten meist nur Informationen. Formulare erlauben dem Web, Informationen zu sammeln — und verwandeln eine Seite in ein zweiseitiges Gespräch.
Ein HTML‑Formular ist eine strukturierte Menge von Feldern (Textfelder, Checkboxen, Buttons) plus zwei Schlüsselanweisungen:
action‑URL)method, meist GET oder POST)Beim Klick auf „Absenden“ verpackt der Browser die eingegebenen Werte und sendet sie per HTTP an den Server an dieser URL. Das ist die Brücke zwischen „ein Dokument mit Feldern“ und „einer Anwendung, die Eingaben verarbeitet“.
Kurz gesagt:
Eine Suche könnte so aussehen: /search?q=shoes (GET), während ein Checkout die Bestelldaten per POST an /checkout senden könnte.
Auf Serverseite empfängt ein Programm die HTTP‑Anfrage, liest die übermittelten Werte und entscheidet, was zu tun ist:
Der Server antwortet dann — oft mit einer neuen HTML‑Seite („Danke!“), einer Fehlermeldung oder einer Weiterleitung zu einer anderen URL.
Wenn ein Formular sensible Daten enthält — Passwörter, Adressen, Zahlungsdaten — ist HTTPS unerlässlich. Es verhindert, dass Dritte im Netzwerk lesen oder die übertragenen Daten verändern. Ohne HTTPS kann selbst ein einfaches Login Nutzerdaten preisgeben.
Moderne „Apps" im Web sind nicht nur Seiten. Die meisten sind Web plus Code: eine HTML‑Seite, die JavaScript und CSS lädt und dann Teile der Ansicht aktualisiert, ohne die ganze Seite neu zu laden.
Auch wenn sich eine App wie ein natives Programm anfühlt (endlose Feeds, Echtzeit‑Updates, Drag & Drop), baut sie weiterhin auf den drei Bausteinen auf, die Tim Berners‑Lee eingeführt hat.
Eine URL ist nicht nur für „eine Seite“ da. Sie ist eine Adresse für jede Ressource: ein Produkt, ein Benutzerprofil, eine Suchanfrage, ein Foto oder ein Endpunkt zum „Nachricht senden“. Gute Apps nutzen URLs, damit Inhalte teilbar, bookmarkbar und verlinkbar bleiben — Kerneigenschaften des Webs.
Im Hintergrund senden Apps HTTP‑Anfragen und erhalten HTTP‑Antworten, genau wie klassische Webseiten. Die Regeln sind dieselben, ob du eine HTML‑Seite holst oder Daten für einen Teil des Bildschirms lädst:
Die meisten modernen Apps sprechen mit APIs: URLs, die Daten — oft JSON — über HTTP zurückgeben.
Beispiele:
HTML bleibt relevant, weil es oft der Ausgangspunkt (und manchmal das Fallback) ist. Allgemeiner ist das Web eine Integrationsplattform: Stimmen URLs und HTTP überein, können Systeme verbunden werden — egal, wer sie gebaut hat.
Eine praktische Art, diese Bausteine zu sehen, ist, etwas Kleines zu bauen — z. B. ein React‑Frontend, das mit einer JSON‑API spricht und teilbare URLs für wichtige Screens hat. Werkzeuge wie Koder.ai setzen auf dieses Modell: Du beschreibst die App im Chat und es erzeugt einen Standard‑Web‑Stack (React im Frontend, Go + PostgreSQL im Backend), sodass du mit echten URLs, HTTP‑Endpunkten und browsergeliefertem HTML arbeitest — nur mit deutlich weniger manuellem Setup.
Das Web funktioniert global, weil es auf gemeinsamen Standards basiert — öffentlichen „Verkehrsregeln“, die verschiedenen Systemen zuverlässige Kommunikation erlauben. Ein Browser von Firma A kann eine Seite von einem Server von Firma B anfragen, egal wo gehostet oder in welcher Programmiersprache geschrieben, weil sie sich auf URLs, HTTP und HTML einigen.
Ohne Standards bräuchte jede Seite eine eigene App zum Anzeigen, und jedes Netzwerk hätte seine eigene private Art, Anfragen zu senden. Standardisierung löst einfache, aber kritische Fragen:
Wenn diese Regeln konsistent sind, wird das Web „mix and match“: jeder konforme Browser + jeder konforme Server = es funktioniert.
Beeindruckend ist, dass sich Standards verbessern können, während die Grundlagen erkennbar bleiben. HTTP hat sich von frühen Versionen zu HTTP/1.1, dann zu HTTP/2 und HTTP/3 entwickelt und bietet bessere Leistung und Effizienz. Doch die Kernidee bleibt: ein Client fordert eine URL an, ein Server antwortet mit Statuscode, Headern und Body.
HTML ist ebenfalls gewachsen — von einfachen Dokumenten zu reicheren Semantiken und eingebetteten Medien — und hat gleichzeitig das grundlegende Konzept von Seiten und Hyperlinks bewahrt.
Viel von der Beständigkeit des Webs kommt von einer starken Präferenz für Abwärtskompatibilität. Neue Browser versuchen alte Seiten darzustellen; neue Server verstehen ältere HTTP‑Anfragen. Das bedeutet, dass Inhalte und Links jahrelang — oft jahrzehntelang — funktionieren können.
Wenn deine Seite oder App lange halten soll, setze auf standardbasierte Gestaltung: benutze echte URLs für teilbare Zustände, folge HTTP‑Konventionen für Caching und Statuscodes und schreibe gültiges HTML, bevor du zusätzliche Schichten aufsetzt. Standards sind keine Einschränkung — sie machen dein Werk portabel, verlässlich und zukunftssicher.
Auch wenn du das Web täglich nutzt, werden ein paar Begriffe so oft durcheinandergebracht, dass sie beim Troubleshooting, der Planung oder einfachen Gesprächen stören können. Hier einige häufige Verwechslungen und wie man sie schnell korrigiert.
Irrtum: Internet und World Wide Web sind dasselbe.
Schnelle Korrektur: Das Internet ist das globale Netzwerk (Kabel, Router, Verbindungen). Das Web ist ein Dienst darauf, aufgebaut aus URLs, HTTP und HTML.
Irrtum: „Meine URL ist example.com."
Schnelle Korrektur: example.com ist eine Domain. Eine URL kann Pfad und Query enthalten, die das zurückgegebene Ergebnis verändern, z. B.:
https://example.com/pricinghttps://example.com/search?q=shoesDiese zusätzlichen Teile können bestimmen, was der Server zurückgibt.
Irrtum: HTML und HTTP sind austauschbar.
Schnelle Korrektur: HTTP ist die „Liefer‑Konversation“ (Anfrage und Antwort). HTML ist eines der möglichen „Pakete“, die geliefert werden — oft die Darstellung einer Seite. HTTP kann auch JSON, Bilder, PDFs oder Videos liefern.
Irrtum: Jeder Fehler bedeutet „die Seite ist down“ und Redirects sind immer schlecht.
Schnelle Korrektur: Statuscodes sind Signale:
Irrtum: Jede URL sollte eine menschenlesbare Seite öffnen.
Schnelle Korrektur: Eine URL kann auf Daten (/api/orders), eine Datei (/report.pdf) oder einen Aktionsendpunkt für ein Formular verweisen.
Irrtum: Wenn eine Seite HTTPS hat, ist sie sicher und seriös.
Schnelle Korrektur: HTTPS verschlüsselt die Verbindung und hilft sicherzustellen, dass du mit der richtigen Domain verbunden bist — schützt also die Übertragung. Es garantiert jedoch nicht, dass das Unternehmen seriös ist. Prüfe weiterhin Quelle, Inhalt und Kontext.
Tim Berners‑Lees Kernidee war überraschend klein: Dokumente (und später Anwendungen) mit einem gemeinsamen Adressschema, einer gemeinsamen Art der Anforderung und einem gemeinsamen Format zum Darstellen und Verlinken verbinden.
URL ist die Adresse. Sie sagt, was du willst und wo es liegt (und oft wie man es erreicht).
HTTP ist das Gespräch. Es sind die Regeln, mit denen Browser und Server anfragen und antworten (Statuscodes, Header, Caching usw.).
HTML ist das Seitenformat. Es ist das, was ein Browser lesen kann, um Inhalte darzustellen — und entscheidend: es ist der Ort, an dem Links Ressourcen verbinden.
Stell dir das Web als eine einfache Drei‑Schritt‑Schleife vor:
Hast du dieses Modell im Kopf, sind moderne Details (Cookies, APIs, Single‑Page‑Apps, CDNs) leichter zu verstehen: sie verfeinern oft nur Benennung, Anforderung oder Darstellung.
Wenn du etwas tiefer einsteigen willst, ohne zu technisch zu werden:
Diese Grundlagen zahlen sich schnell aus: Du kannst Web‑Tools besser beurteilen („Nutzt das URLs und Standard‑HTTP?“), mit Entwicklern klarer kommunizieren und Alltagsprobleme wie kaputte Links, Cache‑Überraschungen oder „404 vs 500“-Fehler besser einordnen.
Das Internet ist das globale Netzwerk (Router, Kabel, IP-Routing), das Computer verbindet. Das Web ist ein Dienst, der darauf aufsetzt: Ressourcen, die durch URLs identifiziert, über HTTP übertragen und oft als HTML dargestellt werden.
Viele Dinge nutzen das Internet, ohne „das Web“ im engeren Sinne zu sein, z. B. E‑Mail, manche Multiplayer-Spiele und viele Chat‑Systeme.
Denke an eine URL als präzise Adresse für eine Ressource. Sie kann auf eine HTML‑Seite, ein Bild, ein PDF oder einen API‑Endpunkt verweisen.
Eine typische URL enthält:
Eine Domain (wie example.com) ist nur der Name eines Hosts. Eine URL kann viel mehr Details enthalten — etwa Pfad und Query — die beeinflussen, was der Server zurückliefert.
Zum Beispiel:
https://example.com/pricinghttps://example.com/search?q=shoesDer Fragment‑Teil (alles nach #) wird vom Browser gehandhabt und nicht an den Server in der HTTP‑Anfrage gesendet.
Übliche Verwendungen:
#reviews)Ändert sich nur das Fragment, löst das oft keinen vollständigen Seitenneuladevorgang aus.
HTTP ist die Regel für das Anfrage‑Antwort‑Gespräch zwischen einem Client (Browser/App) und einem Server.
In der Praxis:
Verwende GET, wenn du etwas abrufst (Leseabsicht), z. B. eine Seite laden oder Daten holen.
Verwende POST, wenn du Daten übermittelst, die verarbeitet werden sollen, z. B. Konto anlegen, Kommentar absenden oder Checkout starten.
Praktischer Tipp: Wenn das Ergebnis bookmarkbar/teilbar sein soll (wie eine Suche), ist GET meist passender; wenn sich dadurch Serverzustand ändert, ist üblich.
Statuscodes fassen das Ergebnis einer Anfrage zusammen:
Beim Troubleshooting deutet ein oft auf eine falsche URL oder eine gelöschte Seite hin; ein weist meist auf einen Fehler oder Ausfall auf Serverseite hin.
Um eine Verbindung zum Server herzustellen, braucht der Browser eine IP‑Adresse. DNS übersetzt einen menschenlesbaren Namen (wie example.com) in eine IP‑Adresse.
Wenn eine Seite manchmal "nicht aufgelöst" wird, ist DNS ein häufiger Verdächtiger — besonders, wenn es auf einem Netzwerk/Gerät fehlschlägt, auf einem anderen aber funktioniert.
Caching ist, wenn dein Browser Kopien zuvor heruntergeladener Ressourcen speichert, damit Wiederbesuche schneller geladen werden.
Praktische Folgen:
Server steuern viel vom Caching über HTTP‑Header (Lebensdauer, Revalidierung usw.).
HTTPS verschlüsselt den Datenverkehr und hilft sicherzustellen, dass du tatsächlich mit der erwarteten Domain verbunden bist — das schützt Logins, Formulare und sensible Daten während der Übertragung.
Es garantiert nicht, dass die Seite seriös oder vertrauenswürdig ist. Du solltest weiterhin prüfen:
https) — wie man sie erreichtexample.com) — welcher Server/products/shoes) — welche Ressource?color=black) — zusätzliche Parameter#reviews) — eine Position innerhalb einer Seite (wird vom Browser gehandhabt)